Zahnärztliche Praxisgemeinschaft Folz • Pastior  |  Bahnhofplatz 4  |  82110 Germering

 

Kiefergelenkserkrankungen als Folge cranio-mandibulärer Dysfunktionen (CMD)

Bei cranio-mandibulären Dysfunktionen handelt es sich um Funktionsstörungen im Zusammenspiel von Kiefergelenk, Kauvorgang und den beteiligten Muskelgruppen. Als Folge davon können Zähneknirschen und -pressen auftreten, störende Gelenkgeräusche sowie Kiefergelenkschmerzen bis hin zu massiven Bewegungseinschränkungen im Gelenkbereich.

Die Therapie gliedert sich in zwei Teile, in die Funktionsanalyse zur Diagnostik und in die darauf basierende  eigentliche Funktionstherapie.

 

1. Funktionsanalyse

 

Vorgehen:

 

Analyse und Dokumentation der individuellen Funktionsabläufe aller am Kaufvorgang beteiligten Strukturen:

  • Bewegungen des Unterkiefers, daraus resultierende Belastungsverhältnisse der Zähne, des Kiefergelenkes und der beteiligten Muskeln
  • Messung der Abstände der Zähne zueinander im Ruhestand, bei maximaler Mundöffnung und beim Kauen,Ermittlung der Gelenkbahnreinigung beim Öffnen und Schließen des Mundes
  • Ermittlung von Fehlbelastungen des Kauorgans durch Zähneknirschen, Zähnepressen, Zungenpressen u.ä.
  • Anamnese bezüglich Kopf- und Gesichtsschmerz, Rücken, Schulter- und Halswirbelbeschwerden, Beschwerden im Bereich des Gehapparates (Schon- oder Fehlhaltung in diesem Bereich können direkte Auswirkungen auf Kiefergelenk- und Kaubewegungen haben!)

 

Ziel der Untersuchungen:

 

Darstellung möglichst vieler Parameter der am Kauvorgang beteiligten Strukturen in ihrer Funktion und Übertragung der gefundenen Ergebnisse in einem Gelenksimulator („Artikulator“):

 

Verborgene oder bereits vorhandene Funktionsstörungen können ermittelt werden und entsprechend therapiert sowie einer Entstehung vorgebeugt werden. Insbesondere bei geplanten Zahnsanierungen, Parodontitisbehandlungen, Neuanfertigungen oder Umarbeitung von vorhandenem Zahnersatz sind diese Maßnahmen indiziert, ebenso wie bei schon bestehenden Beschwerden, wie Kiefergelenksproblemen (Kopf- und Gesichtsschmerz, Gelenkgeräuschen, Tinnitus (Ohrgeräusche), Hörsturz, Knirschen, Pressen.

 

2. Funktionstherapie

 

Nach Analyse des Modells im Artikulator in Abhängigkeit der ermittelten Bisslage entsprechende Diagnose und/oder Therapie durch individuell angefertigte Aufbissschienen mit unterschiedlicher Tragedauer, Therapie über Langzeitprovisorien oder, wenn möglich, direkt im Rahmen der geplanten Maßnahmen.

 

Ziel von Funktionsanalyse und Funktionstherapie:

 

  1. (Wieder-) Herstellung einer Kaufunktion, die das Zusammenspiel aller am Kaugeschehen beteiligten Strukturen ohne Überlastungen und Störfaktoren ermöglicht und so das Risiko der Kariesentstehung (Riss- und Bruchgefahr der Zähne), Parodontitisentstehung (Zahnverlust durch Knochenabbau) und vorzeitigem Knochenabbau bei teil- oder unbezahntem Kiefer (reduziert den Prothesenhalt) weitgehend minimiert
  2. Therapie von Kiefergelenkserkrankungen, Kopf- und Gesichtsschmerz

 

 

Informationen für gesetzlich versicherte Patienten:

 

Diese Leistungen sind nicht Gegenstand des Leistungskataloges der gesetzlichen Krankenkasse.

Über die anfallenden Kosten informieren wir Sie in einem detaillierten Kostenvoranschlag. Je nach Vertrag können sich private Zusatzversicherer an den Kosten beteiligen – Bitte fragen Sie bei Ihrer Erstattungsstelle nach.

 

Privat- und Beihilfe – versicherte Patienten erhalten bei entsprechender Indikationsstellung in der Regel ihren vertragsgemäßen Zuschuss.

Es dient der Wiederherstellung bereits geschädigter Strukturen durch modernste und schonend Behandlungsmaßnahmen mit dem Ziel der funktionellen und ästhetischen Optimierung nach Ihren Wünschen.